In diesem Interview sprachen Karyna Mihalevich, CLARITY CPQ Functional Lead, und Marin Ukalovic über verschiedene SAP-Konfigurationsprodukte, darunter Advanced Variant Configuration (AVC), warum die Variantenkonfiguration (VC) für bestimmte Branchen so wichtig ist, wie ein Kunde die richtige Konfigurationslösung finden kann und vieles mehr.

Unser Gast ist Marin Ukalovic, VP + Chief Product Owner, Digital Configuration Lifecycle, der seit 1999 bei SAP tätig ist.

Unternehmen aus verschiedenen Branchen wie der verarbeitenden Industrie, der Konsumgüterindustrie und vielen anderen bieten ihren Kunden zunehmend maßgeschneiderte Produkte an. Die rechtzeitige Lieferung von maßgeschneiderten Produkten ist eine Möglichkeit, sich von der Konkurrenz abzuheben. Durch den Einsatz der Konfiguration können Vertriebsteams maßgeschneiderte Lösungen anbieten, die den Bedürfnissen ihrer Kunden am besten entsprechen und ihre Gewinne optimieren.

Eine Vielzahl von Branchen nutzt Konfigurationsmöglichkeiten, darunter die verarbeitende Industrie, der öffentliche Dienst, High-Tech, die Automobilindustrie, die diskrete Fertigung und industrielle Fertigungskomponenten. Dies sind die Unternehmen, die die Aufgabe haben, so genannte “Lot Size of One”-Produkte zu liefern. Die Kunden verlangen maßgeschneiderte Produkte, die genau auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind.

Und hier sind mehrere Möglichkeiten, dieses Problem zu lösen:

Der einfache Ansatz: addieren Sie einfach Materialnummern.

Sie haben ein Produkt und könnten ganz einfach ein Standardprodukt, eine Standardstückliste und einen Standardarbeitsplan mit Produktionsschritten für jede Spezifikation definieren. Dann landen Sie sehr schnell bei Millionen und Milliarden von Stammdatensätzen. Bei so vielen Daten ist es leicht einzusehen, dass dies der falsche Weg ist, um individuelle Produkte zu erstellen.

Fortgeschrittener Ansatz: Verwenden Sie die Materialabweichung.

Sie können Merkmale, Werte und Regeln zu einem konfigurierbaren Produkt hinzufügen. Das Endergebnis ist ein festes Material, eine so genannte Materialvariante. Dann speichern Sie zumindest alle Stücklisten und Arbeitspläne für diese riesige Anzahl von Stammdatensätzen, was besser ist als das bloße Hinzufügen von Materialnummern; dennoch ist dieser Ansatz nicht ideal.

Der empfohlene Ansatz: Verwenden Sie konfigurierbare Materialien.

Sie sollten flexibel und agil sein, eine sehr komplexe Lösung für Ihren Kunden anbieten, indem Sie die Komplexität innerhalb des Unternehmens reduzieren und den “Lot Size of One”-Prozess durch die Verwendung konfigurierbarer Materialien neu aufladen.

Sie haben einen Materialstamm, eine Stückliste und nur einen Arbeitsplan. Natürlich ist der Arbeitsplan komplexer und intelligenter, aber er ist viel einfacher zu pflegen als Tausende oder Hunderttausende von Arbeitsplänen. Und Sie können immer noch Materialvarianten erhalten. Wenn Sie wissen, dass es sich um ein Produkt handelt, das häufig in dieser speziellen Deklaration verkauft wird, können Sie es auf Lager halten, ab Lager verkaufen, in Chargen produzieren, billiger produzieren und trotzdem an Ihren Kunden liefern.

Die wichtigste Empfehlung ist, wirklich so viel wie möglich zu konfigurieren, um den Prozess zu bereinigen. Dazu benötigen Sie etwas Unterstützung, die SAP über mehrere Konfiguratoren anbietet, darunter SAP LO-VC und SAP AVC.

Die Quintessenz

Mit solchen Anpassungsmöglichkeiten können Unternehmen auf dem Markt wettbewerbsfähig bleiben. Sie können nicht nur einen riesigen Produktkatalog unterstützen, sondern, was noch wichtiger ist, Varianz haben. Mit der SAP-Variantenkonfiguration können Sie Produkte erstellen, die speziell auf die Probleme der einzelnen Kunden zugeschnitten sind.