Unternehmensenthusiasten finden sich oft in einem Meer von Anleitungen, Erfolgs- und Misserfolgsgeschichten und Fallstudien wieder, die alle wertvolle Erkenntnisse für Wachstum und Innovation bieten. CLARITY ist sich dieser ständigen Suche nach Wissen und praktischer Weisheit bewusst und wird daher eine Reihe von Artikeln über Fallstudien veröffentlichen.
Diese Artikel sind nicht nur dazu gedacht, Geschichten zu erzählen, sondern auch als umfassende Leitfäden für wachstumsorientierte Fachleute zu dienen. Mit einem Ansatz, der informative Inhalte mit fesselnden Erzählungen ausbalanciert, versprechen diese Artikel eine wertvolle Bereicherung für jeden zu sein, der seinen geschäftlichen Horizont klug erweitern möchte.
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Einführung in den Fertigungsgiganten
Mit dieser Reihe von Fallstudien möchten wir die komplexen Faktoren, die das Wachstum und den Erfolg von Unternehmen bestimmen, näher beleuchten. Es ist wichtig, sich auf Unternehmen zu konzentrieren, die nicht nur überlebt haben, sondern auch Maßstäbe gesetzt haben und in ihren Branchen führend sind. Eine solche beispielhafte Geschichte ist die eines internationalen Giganten, eines bemerkenswerten Akteurs in der Stahlherstellung. Dieses Unternehmen, das sich in der Ukraine behauptet und seinen Einfluss auf die ganze Welt ausdehnt, verkörpert die Kraft strategischer Voraussicht und das unermüdliche Streben nach Spitzenleistungen. Aus Gründen der Vertraulichkeit werden wir den Namen des Herstellers nicht nennen, aber seine Geschichte veranschaulicht die Bedeutung einer starken Führung und des Engagements für Qualität.
Dieses Multi-Milliarden-Umsatz-Unternehmen mit Niederlassungen an 17 Standorten, darunter in Großbritannien, Italien, Bulgarien, der Türkei und dem Libanon, hat sich einen Platz unter den fünf größten Stahlproduzenten weltweit gesichert. Seine Reichweite und sein Jahresumsatz von 18 Milliarden Dollar im Jahr 2021 spiegeln seine starke Marktpräsenz wider. Als Gigant, der mit 7.000 B2B-Kunden zusammenarbeitet, ist die Geschichte des Unternehmens eine des immensen Wachstums und Einflusses in der Stahlindustrie.
Herausforderungen und Notwendigkeit der Transformation
Trotz seiner bedeutenden Erfolge und seiner internationalen Reichweite sah sich das Unternehmen mit mehreren kritischen Herausforderungen innerhalb seiner Vertriebsabteilung konfrontiert, die eine umfassende Umgestaltung erforderlich machten:
- Komplexität des Produktangebots: Die Produkte des Unternehmens mit jeweils über 15 Millionen Variablen schufen eine hochkomplexe Verkaufsumgebung. Das Fehlen eines einheitlichen Produktkatalogs führte zu einem unzusammenhängenden und ineffizienten Prozess, der die Reaktionszeiten verlangsamte und den Kundenservice beeinträchtigte.
- Langwierige Einarbeitung der Mitarbeiter: Die technische Natur der bestehenden Systeme führte zu einer steilen Lernkurve für neue Mitarbeiter. Da es oft mehr als sechs Monate dauerte, bis sie voll produktiv waren, verzögerte dieser langwierige Einarbeitungsprozess den effektiven Beitrag der neuen Mitarbeiter zum Unternehmen.
- Unkontrollierte Rabattierungspraktiken: Das Fehlen standardisierter Preis- und Rabattierungsrichtlinien ermöglichte willkürliche Rabattentscheidungen der Vertriebsmitarbeiter. Dieser Mangel an Kontrolle führte nicht nur zu potenziellen Umsatzeinbußen, sondern drohte auch, die Marktposition und Rentabilität des Unternehmens zu untergraben.
Man erkannte diese vielschichtigen Probleme und erkannte die dringende Notwendigkeit einer Umgestaltung. Das Unternehmen war sich der Komplexität bewusst, die mit der Rationalisierung von Vertriebsprozessen in der Schwerindustrie verbunden ist, insbesondere angesichts der schwierigen Statistiken über CRM-Implementierungen (mehr als 70 % der CRM-Implementierungen scheitern an nicht-technischen Faktoren). Das Unternehmen war sich der subtilen, aber bedeutenden Faktoren bewusst, die oft zu weniger erfolgreichen Implementierungen führen, und konzentrierte sich darauf, ein solides Personalmanagement, eine strategische Ausrichtung und gut konzipierte Geschäftsprozesse sicherzustellen, um häufige Fallstricke zu vermeiden und die Effizienz zu steigern. Vor diesem Hintergrund wurde eine Reise unternommen, um die Vertriebsstrategie neu zu definieren, die technologische Infrastruktur zu erneuern und die Belegschaft auf die neue Ausrichtung einzustellen.
Dabei ging es nicht nur um die Einführung neuer Technologien, sondern um eine umfassende Überarbeitung des Vertriebsansatzes, der Systeme und der Unternehmenskultur. Der Produktionsgigant erkannte, dass er, um seinen Wettbewerbsvorteil und seine Marktführerschaft zu erhalten, seine Abläufe rationalisieren, seine Vertriebsproduktivität steigern und eine intuitivere, effizientere und integrierte Umgebung für seine Mitarbeiter und Kunden schaffen musste. Die Notwendigkeit einer Umgestaltung war klar, und der Weg dorthin war zwar anspruchsvoll, aber mit einer strategischen Vision versehen, die den Weg wies.
Strategie für die digitale Transformation
Als Antwort auf die komplexen Herausforderungen, mit denen das Unternehmen konfrontiert war, wurde ein strategischer Plan für die digitale Transformation ausgearbeitet, der als “Stable Island”-Ansatz bekannt ist. Diese Strategie war keine überstürzte, wahllose Innovation, sondern eine methodische, schrittweise Implementierung digitaler Lösungen.

Anstatt ihr gesamtes System auf einmal zu überarbeiten, was zu erheblichen Störungen und potenziellen Fehlschlägen führen könnte, entschieden sie sich für eine schrittweise Umstellung. Dieser Ansatz ermöglichte es ihnen, sich auf die Schaffung stabiler, funktionaler Komponenten oder “Inseln” zu konzentrieren, bevor sie sich den nächsten Herausforderungen zuwandten. Jede Phase wurde sorgfältig geplant und ausgeführt, so dass das Unternehmen seine Strategien in Echtzeit anpassen, lernen und verfeinern konnte, was die mit groß angelegten digitalen Transformationen verbundenen Risiken erheblich reduzierte.
Der Ansatz des Herstellers umfasste eine gründliche Analyse und Neubewertung seiner bestehenden Abläufe. Dabei erkannte er, dass der Schlüssel zur Überwindung seiner Herausforderungen in der Optimierung der Geschäftsprozesse lag. Das Unternehmen erkannte, dass die Technologie zwar eine entscheidende Komponente war, dass aber ein gleichzeitiger Wandel in der Denkweise und Kultur für eine echte Transformation unerlässlich war. Das Unternehmen machte sich auf den Weg, um nicht nur seine technologischen Werkzeuge aufzurüsten, sondern auch die Fähigkeiten und Ansätze seiner Mitarbeiter zu verbessern. Dieser ganzheitliche Ansatz zielte darauf ab, die Mitarbeiter, Prozesse und Technologien des Unternehmens auf ein gemeinsames Ziel auszurichten: mehr Effizienz und Produktivität.
Von zentraler Bedeutung für diese Strategie war die Auswahl der richtigen Technologien und Partner. Das Unternehmen war sich der Notwendigkeit robuster, skalierbarer und flexibler Lösungen bewusst, die sich an seine komplexen und sich entwickelnden Anforderungen anpassen ließen. Sie erkannten auch, wie wichtig es ist, mit Anbietern und Beratern zusammenzuarbeiten, die ihre Visionen verstehen und sie auf diesem Weg der Transformation begleiten können. Die Wahl von SAP und anderen führenden Technologien war ein Beweis für ihr Engagement für Qualität, Zuverlässigkeit und Innovation.
Außerdem ging es bei der “Stable Island”-Strategie nicht nur um die Implementierung neuer Systeme, sondern auch um die Vorbereitung der Organisation auf den Wandel. Der Hersteller investierte in Schulungen und Weiterbildungen, um sicherzustellen, dass seine Mitarbeiter die neuen Tools nicht nur kannten, sondern auch in der Lage waren, sie effektiv zu nutzen. Sie wussten, dass die Akzeptanz der Mitarbeiter für den Erfolg jeder Initiative zur digitalen Transformation entscheidend ist.
Implementierung und Lösungen
Die Reise in Richtung einer umfassenden digitalen Transformation begann mit der strategischen Einführung von SAP-Lösungen, die das Engagement des Unternehmens für den Einsatz führender Technologien zur Weiterentwicklung seines Geschäfts unterstreicht. Der Implementierungsprozess, der sich durch eine sorgfältige Planung und Ausführung auszeichnete, war ausschlaggebend für einen reibungslosen und effizienten Übergang.

Um den Erfolg der SAP-Lösungen zu gewährleisten, ging der Fertigungsriese eine Partnerschaft mit CLARITY ein, die für ihre Expertise im Quote-to-Cash-Bereich bekannt ist. Diese Zusammenarbeit war entscheidend für die effektive Implementierung verschiedener SAP-Tools.
Methodischer Ansatz und phasenweise Ausführung. Während der gesamten Implementierung wurde darauf geachtet, dass jede Phase überschaubar und auf die breitere strategische Vision des Unternehmens abgestimmt war. Dieser Ansatz minimierte die Unterbrechungen und ermöglichte einen nahtlosen Übergang für alle Beteiligten. Die Implementierung wurde in mehreren Phasen durchgeführt, von denen einige gleichzeitig stattfanden. Diese Methode ermöglichte eine Priorisierung der Geschäftsanforderungen und half den Teams, das ganzheitliche Bild zu verstehen und die Gesamtlösung zu gestalten.
Gemeinsame Anstrengungen und Kommunikation. Zu Spitzenzeiten arbeiteten bis zu 40 Personen auf beiden Seiten – CLARITY und der Hersteller – zusammen, um die technischen und geschäftlichen Anforderungen zu erfüllen und die Entwicklung zu überwachen. Regelmäßige tägliche und wöchentliche Besprechungen sorgten für einen kontinuierlichen Dialog über aktuelle Aufgaben und die strategische Planung. Governance Calls mit Führungskräften des Unternehmens, einschließlich SAP, garantierten die Abstimmung auf allen Projektebenen.
Wichtige Errungenschaften und Prozessüberholungen. Diese sorgfältige Planung und Ausführung waren entscheidend für die Minimierung von Unterbrechungen während des Implementierungsprozesses. Infolgedessen wurde das Projekt in weniger als 2 Jahren abgeschlossen. Dabei wurden wichtige Meilensteine erreicht, wie z.B. die vollautomatische Berechnung von Angebotspreisen, schnelle und transparente Genehmigungsprozesse für Angebote, die Erstellung personalisierter Angebote und die Erstellung eines einheitlichen Produktkatalogs. Durch diese Entwicklung wurden über 15 Millionen Produktvariablen rationalisiert und die Effizienz und Genauigkeit des Verkaufsprozesses verbessert. Ein wichtiger Schwerpunkt war die Überarbeitung des schwerfälligen und unintuitiven Vertriebssystems. Der Hersteller definierte den Arbeitsablauf im Vertrieb neu und integrierte intuitivere Tools, wodurch die Produktivität des Vertriebsteams und das Kundenerlebnis deutlich verbessert wurden.
Während der gesamten Implementierung stellte das Unternehmen sicher, dass jede Phase überschaubar war und mit der breiteren strategischen Vision des Unternehmens übereinstimmte. Diese sorgfältige Planung und Ausführung waren entscheidend, um Störungen zu minimieren und einen reibungslosen Übergang für alle Beteiligten zu gewährleisten.
Software Lösungen
Der Transformationsprozess wurde durch eine umfassende Suite von SAP-Tools vorangetrieben, von denen jedes einzelne eine entscheidende Rolle bei der Umgestaltung der Unternehmensabläufe spielte. Die Auswahl umfasste robuste Lösungen wie SAP Sales Cloud und SAP Service Cloud, SAP Configure Price Quote, SAP Cloud Platform Integration und SAP S/4HANA. Diese fortschrittlichen Systeme bildeten das Rückgrat der Umstrukturierung und sorgten für mehr Effizienz und Benutzerfreundlichkeit, während sie gleichzeitig die komplexen Anforderungen der Unternehmensabläufe erfüllten.
Die Integration dieser Tools ermöglichte einen einheitlicheren und strafferen Arbeitsablauf und verbesserte die Gesamtfunktionalität und Reaktionsfähigkeit des Systems. Durch den Einsatz dieses leistungsstarken Technologiepakets war der Hersteller in der Lage, seine komplexen Betriebsabläufe mit ausgefeilten Lösungen zu bewältigen und einen neuen Standard für Effizienz und Integration in seinen Prozessen zu setzen.

Ergebnisse und Auswirkungen
Die digitale Transformation im Unternehmen hat eine Reihe von bedeutenden Veränderungen ausgelöst, die zu einer verbesserten betrieblichen Effizienz und einem transformativen Wandel in der Stahlproduktionsbranche geführt haben:
- Einheitlicher Produktkatalog: Die Erstellung eines einheitlichen Produktkatalogs bedeutete eine grundlegende Veränderung in der Verkaufs-, Produktions- und Lieferkette. Diese entscheidende Entwicklung vereinfachte nicht nur die internen Arbeitsabläufe, sondern trug auch zur Umsatzsteigerung in der Fertigung bei, indem sie den Kunden einen kohärenteren und zuverlässigeren Service bot.
- Optimierte Vertriebsprozesse: Durch die Digitalisierung und Optimierung seiner Vertriebsprozesse konnte das Unternehmen die Reaktionszeiten drastisch verkürzen und die Angebotserstellung vereinfachen. Die Umstellung von nicht intuitiven Systemen auf einen zentralisierten, benutzerfreundlichen Ansatz hat die Fehlerquote im gesamten Prozess erheblich reduziert und die Effizienz und Zuverlässigkeit der Abläufe insgesamt verbessert.
- Nahtlose Systemintegration: Die Integration von Cloud-basierten CRM- und CPQ-Systemen in das übergreifende ERP-System war ein entscheidender Meilenstein bei der Transformation. Diese Integration ermöglichte einen nahtlosen Informationsfluss zwischen den verschiedenen Abteilungen, was die Effizienz erheblich steigerte und die Fehlertoleranz verringerte. Abteilungen, die zuvor isoliert arbeiteten, profitieren nun von einem synchronisierten System, das die Fähigkeit des Unternehmens verbessert, schnell und präzise auf interne und externe Anforderungen zu reagieren.
- Gesteigerte Vertriebsproduktivität: Das sichtbarste Ergebnis der Umstellung war im Vertriebsteam zu beobachten. Die Einführung eines intuitiveren Systems erleichterte die Verbesserung der Vertriebsproduktivität erheblich. Die Mitarbeiter fanden es einfacher, sich zurechtzufinden, zu verstehen und Produkte zu verkaufen, was zu einer höheren Akzeptanz der neuen Systeme führte. Infolgedessen kam es zu einem spürbaren Anstieg bei der Auftragsvergabe und den gewonnenen Opportunities. Obwohl keine konkreten Zahlen zu den Umsatzsteigerungen bekannt gegeben werden können, zeigt das erhebliche mehrstellige Wachstum in Verbindung mit hohen Akzeptanzraten und verbesserten Abläufen deutlich die positiven Auswirkungen der Umstellung auf die Leistung des Unternehmens.

Zukunftspläne und strategische Ziele
Die Roadmap für die Zukunft ist tief verwurzelt in der Verpflichtung zu kontinuierlicher Digitalisierung und Innovation in der Stahlproduktion. Das Unternehmen ist aktiv bestrebt, seine digitale Strategie in der Produktion zu erweitern und über die derzeitigen Erfolge hinauszugehen. Ein zentraler Bestandteil der anstehenden Initiativen ist die Einrichtung eines Kundenportals, das die Auftragsvergabe zu einem vollständig digitalen, nahtlosen Erlebnis machen soll.
Dieses Portal ist intuitiv und benutzerfreundlich gestaltet, so dass die Kunden ganz einfach Bestellungen aufgeben können. Sobald eine Bestellung aufgegeben wird, löst sie automatisch eine Reihe von internen Prozessen aus, die sicherstellen, dass jede notwendige Aktion innerhalb der Vertriebslösungen des Herstellers umgehend aktiviert wird. Dieses automatisierte System wurde entwickelt, um die Reaktionszeiten erheblich zu verkürzen und den Verkaufsprozess zu beschleunigen, so dass die Produkte nach der Bestellung so schnell wie möglich verkauft werden können. Diese innovative Lösung wurde bereits an ausgewählten Standorten implementiert. Das Unternehmen plant jedoch, die Plattform auf andere Gebiete und Marktbereiche auszuweiten, um den Bestellprozess weiter zu rationalisieren und die Kundenzufriedenheit insgesamt zu erhöhen.
Darüber hinaus widmet sich der Fertigungsriese der Integration von Spitzentechnologien wie KI und Automatisierung in sein operatives System. Der Einsatz dieser fortschrittlichen Technologien soll die Effizienz weiter steigern, den Bedarf an manuellen Eingaben minimieren und verschiedene Aspekte des Herstellungsprozesses beschleunigen, was die Position des Unternehmens an der Spitze der Innovation in der Branche stärkt.
Die Quintessenz
Die oben erwähnte Erfahrung ist ein überzeugendes Beispiel für die digitale Transformation der Stahlindustrie. Indem sie ihre einzigartigen Herausforderungen erkannten und sie methodisch mit einer Mischung aus technologischen und Prozessverbesserungen anpackten, haben sie einen Standard für andere in der Branche gesetzt. Es geht um einen ganzheitlichen Ansatz für den Wandel, der Menschen, Prozesse und Technologie berücksichtigt, um ein effizienteres, reaktionsschnelleres und erfolgreicheres Unternehmen zu schaffen.
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